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AH der SG Gersprenztal wurden Kreismeister der Spielrunde 2025/2026

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Die AH der SG Gersprenztal = SV 45 Gr. Bieberau + SG 1919 Ueberau wurde am 27.05. Ü40 Kreismeister der Spielrunde 2025/2026

Spielverlauf:

Münster startete druckvoll, war von Beginn an präsent in den Zweikämpfen und nutzte die Unordnung in der SG-Abwehr konsequent aus. Der 0:2-Rückstand zur Pause war aus Sicht der Gastgeber fast noch schmeichelhaft. Der Gegner spielte stark auf, und Rückhalt Stucki war bei den beiden Treffern zwar machtlos, rettete seiner Mannschaft im Verlauf der Partie aber einmal mehr mit starken Aktionen den Rücken.

Doch die Kabinenansage zeigte Wirkung: Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die SG wie ausgewechselt und brachte plötzlich eine ganz andere Energie auf den Platz. Die taktische Umstellung rund um Abwehrchef Fischli griff, die Mannschaft um Ingo Mayer fand deutlich besser ins Spiel, gewann mehr Duelle und erhöhte den Druck spürbar.

Die Motoren von Oscar und Fülle kamen nun immer besser auf Temperatur. Wie schon gegen die Otzberger gehörte die zweite Halbzeit der SG. Die Wege wurden kürzer, die Zuordnung stimmte, und auch im Passspiel und in den Kombinationen gewann das Spiel der Gastgeber deutlich an Qualität. Der Ton auf dem Platz wurde zwar etwas rauer, blieb aber im Rahmen. Dass der insgesamt sehr gut leitende Schiedsrichter Alexander Sternberg von Germania Ober-Roden zweimal gegen Münster Gelb zeigen musste, unterstrich die zunehmende Dominanz der SG.

Dann der erste große Moment: Daniel Meng traf in der 43. Minute mit einem Traumtor zum 1:2 und ließ die Hoffnung auf die Meisterschaft plötzlich wieder aufleben.

Kurz darauf folgte der nächste Paukenschlag: Oscar Acosta erzielte in der 45. Minute das 2:2. Und dann kam die Szene des Abends. Alex Sokol wurde in bester Ringermanier gefoult, trat anschließend selbst zum Strafstoß an – trotz der alten Fußballweisheit, dass der Gefoulte nicht selbst schießen sollte – und verwandelte eiskalt in der 60. Minute zum 3:2-Meistertreffer.

In der Schlussphase ging es noch einmal hin und her, doch die SG behielt die Nerven, verteidigte leidenschaftlich und ließ bis zum Abpfiff nichts mehr anbrennen.

So schön kann ein Mittwoch im Mai sein: bestens organisiert, mit einer Mannschaft, die wusste, worauf es ankommt, und natürlich inklusive der obligatorischen Wasserdusche für den Trainer. Klein, aber fein – und vor allem meisterlich.

Man darf sich gar nicht ausmalen, wie diese Meisterschaftsfeier an einem Freitagabend geendet wäre.

Kader:

Trainer: Ingo Mayer

C. Stuckert, F. Stuckert, O. Acosta, S. Becht, V. Fischer, J. Füllhardt,

V. Ciobanu, D. Meng, T. Müller, K. Akdogan, A. Hawranek, A. Sokol